Seiten

Montag, 14. September 2015

Schon wieder Stoffe

Mein privates Sofa-Projekt lag nun aufgrund des ehrenamtlichen Engagements eine Zeit lang auf Eis. Nachdem der größte Stress nun aber hoffentlich erst mal vorbei ist, kann ich mich so langsam wieder den Gedanken an die Fertigstellung meiner Decken widmen.

Dazu habe ich mittlerweile auch alle benötigten Materialien erhalten. Zwei Mal Baumwoll-Polyester-Batting (80% Baumwolle, 20% Polyester) für die Füllung. Rückseitenstoff in schönem Grau mit weißen Ranken. Und noch ein bisschen Stoff für große und kleine Randstreifen sowie das Binding.

Grau: Rückseitenstoff, Lila mit Spiralen für die Randstreifen,
Pink für das Binding

Von dem grauen Rankenstoff habe ich 5 Meter bestellt. Fragt nicht, was das für eine Arbeit ist, das Ding am Stück zu bügeln . Gut, ich hätte es auch in der Mitte teilen können, aber ich möchte nicht gerne so viele kleine Restestücke, daher wird es wirklich erst kurz vorm Heften abgeschnitten.

Hier ungefähr das Großenverhältnis wiedergegeben

Der lila Spiralenstoff sind 1,5 Meter und der pinke Bindingstoff ist 1 Meter und sollte für die beiden Decken locker reichen. Da es nur gerade Kanten sind, werde ich die Bindingstreifen nicht diagonal sondern im Fadenlauf schneiden. Das hat bei den Kissen schon gut funktioniert.

Ich hoffe ja, dass ich auf dem Spiralenstoff ein bisschen Freihand-Quilting üben kann. Vorgezeichnet ist er durch den Druck ja schon.

Donnerstag, 10. September 2015

Mini Decki: Inlets mit der Ovi teilen

Hallo meine Lieben,

heute gibt es hier meine erste richtige Anleitung. Und zwar zeige ich euch, wie ihr ein Inlet teilt, wie wir es für die Mini Decki Aktion brauchen.


Was ihr braucht

  • Ein Inlet, z.B. vom Möbelschweden
  • Stecknadeln, am besten etwas längere
  • einen Permanentmarker
  • einen ausreichend großen Tisch 
  • Overlock-Maschine
  • ggf. Wonder Clips/Klammern
  • ggf. eine 150cm lange Leiste 

Schritt 1: Auspacken

Zunächst mal packt ihr das Inlet aus und schneidet ggf. die Waschanleitung ab. Diese sieht man am Ende eh nicht bzw. würde sie durch das etwas feste Material nur stören.


Schritt 2: Falten und feststecken

Jetzt faltet ihr das Inlet einmal in der Hälfte und legt die Kanten ordentilch übereinander.


Anschließend fixiert ihr die Kanten mit Clips oder Stecknadeln. So können die Lagen nicht verrutschen.


So erhaltet ihr in der Mitte eine gefaltete Kante.


Schritt 3: Mitte anzeichnen

 Wer eine 150cm lange Leiste hat, markiert sich nun nur oben und unten die Mitte. Anschließend wird die Decke aufgefaltet und die beiden Markierungen mit Hilfe der Leiste miteinander verbunden.

Wer keine Leiste hat, macht es wie folgt:
Nehmt euch einen Permanentmarker.
Hinweis: Im Bild ist ein Filzstift zu sehen. Das geht auch, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Filzstift beim Nähen abfärbt (besonders an die Finger). Deswegen mein Rat zum Permanent-Marker, der färbt nicht ab.


Drückt die gefaltete Kante mit der Hand etwas zusammen, sodass ihr eine schöne Kante habt. Legt den Stift auf den Tisch und führt ihn an der Kante entlang, sodass dort eine Linie entsteht.


Macht das auf der ganzen Länge.


Anschließend könnt ihr die Clips/Nadeln entfernen und die Decke auffalten. Nun müsste die Mitte markiert sein.
Kleinere Abweichungen sind nicht schlimm.


Schritt 4: Abstecken

Nehmt nun eure Stecknadeln und steckt ca. 5cm links neben der gemalten Linie eine Reihe ab. Die Nadeln müssen durch alle drei Schichten gehen und verhindern, dass sich das Inlet während des Nähens zu sehr verzieht.


Auf der gesamten Länge abstecken. Aber nur auf einer Seite der Linie.


 Schritt 5: Nähen

Jetzt nehmt ihr das Inlet mit zur Ovi und legt die Linie ans Messer an. Der Nähfuß läuft also zwischen der Linie und der abgesteckten Reihe. Stellt euch neben die Ovi ein Schälchen mit Stecknadeln oder Clips.


Passt auf, dass ihr euch an den Nadeln nicht stecht und dass das Inlet nicht zwischen eurem Schoß und dem Tisch eingeklemmt wird.
Stichlänge stelle ich auf das Maximum (4), Differential ein ganz kleines bisschen über die 1 (ca. 1,1), den Nähfußdruck habe ich stark reduziert.


Jetzt fangt ihr an zu nähen. Die linke Seite wird gleich ordentlich versäubert.
Entgegen meiner früheren Aussage, müsst ihr der Maschine nicht beim Nähen durch Schieben oder Ziehen helfen. Wenn die Stiche zu eng werden, ist das meist ein Zeichen dafür, dass das Inlet irgendwo eingeklemmt ist. Wenn es frei laufen kann, macht die Maschine die Arbeit quasi von allein und ihr müsst nur ein bisschen führen.
Rechts erhaltet ihr eine offene Kante.


Diese Kante steckt ihr nun mit Stecknadeln oder Clips fest, damit nichts verrutscht oder die Füllung rausfällt.
Hinweis: Besonders kurz vor dem Ende der ersten Naht müsst ihr aufpassen, dass das Inlet sich nicht verdreht. Am besten hier mit den Händen von oben und unten das Inlet führen. Dann wird die Naht richtig gut.


Wenn ihr mit der ersten Seite fertig seid, könnt ihr die Nadeln entfernen.


Jetzt legt ihr die zweite Hälfte unter die Ovi und näht die Kante. Viel abschneiden lassen müsst ihr da nicht.


 Fertig!


So erhaltet ihr innerhalb kurzer Zeit zwei sauber getrennte halbe Inlets, die wunderbar weiterverarbeitet werden können.

Ich hoffe, ich habe alles verständlich erklärt und wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Eure Tini

Sonntag, 30. August 2015

Fast zu schade zum Verschenken

Wie sagt man so schön?
Die besten Geschenke sind die, die man am liebsten selbst behalten würde.
Wenn das stimmt, wird dieses Geschenk ein Volltreffer. Hosenmatzens Kindergartenfreundin, mit deren Eltern wir auch gut befreundet sind, lädt nächste Woche zur Nach-Geburtstagsfeier. Und was läge da näher, als das Geschenk selbst zu nähen.

Panda-Tasche

Vorbild war Hosenmatzens Indiander-Tasche. Ich hatte noch einen wunderbaren Panda- sowie passenden Kombistoff hier und er schrie geradezu nach Verarbeitung. Diesmal war ich auch etwas schneller, da ich die Grundzüge ja schon kannte und weil mein Mann mir die Jungs vom Leib hielt, brauchte ich nur 1,5 Tage, bis ich das fertige Exemplar in den Händen hielt.

Rückseite

Aufgehalten hat mich vor allem, dass ich die Rückseite der Klappe zunächst falsch herum angenäht hatte und dort alles wieder trennen musste. Und dann hatte ich merkwürdiges Klettband erwischt, dessen flauschiger Seite die Hitze des Bügeleisens nicht bekam. Also musste ich noch mal los, Ersatz besorgen. Das habe ich dann aber einfach über das andere Nicht-mehr-Flauschband genäht, weil ich keine Lust hatte, das auch noch aufzutrennen.

Taschenklappe mit kleinem RV-Fach

Ich finde die Pandas einfach zum Knutschen. Und das Türkis und Hellgrün passen einfach perfekt dazu.

Vorderteil aufgeklappt




Beim Trageband hatte ich in der ersten Version die Träger selbst gebastelt. Leider ist das trotz Bügeleinlage nicht sonderlich stabil und knittert leicht. Daher habe ich mich diesmal für Gurtband entschieden. Das hatte ich zufällig in der passenden Farbe in 2cm Breite hier liegen.


Aufhängung

Die Aufhängung besteht aus einem Dreieck-Ring an der Taschenseite und einem Karabinerhaken am Band. Das sieht einfach professionell aus und man kann das Band, wenn man mag, auch mal abmachen. Die Befestigung des Dreieck-Rings an der Taschenseite ist relativ lang und nur oben und unten vernäht, sodass man bei Bedarf dort auch noch was befestigen kann.

Gurtpolster Oberseite

Leider ist Gurtband nicht so schön auf der Haut, weshalb ich in einem Anflug von "Ich-kann-das" mal eben schnell noch ein Polster entworfen habe. Und wie man sieht, ist es mir geglückt. Auch wenn meine Nähmaschine etwas kämpfen musste beim Absteppen des Paspelbands. Vier Lagen Stoff plus Volumenvlies und das an der Nahtzugabe auch alles noch doppelt. Da darf das Maschinchen schon mal schnaufen. Die besonders dicken Stellen hab ich manuell, per Drehung am Handrad, genäht und ich finde, es sieht toll aus.

Gurtpolster Unterseite

Besonders, dass ich die beiden Panda-Ausschnitte so gut getroffen habe, freut mich.

Die Inneneinteilung ist relativ simpel gehalten. Hier habe ich denselben Karo-Stoff verwendet, wie schon bei der Indianer-Tasche. Wieder mit kleiner Innentasche. Diesmal habe ich auch der Innentasche ein bisschen Vlies H350 für die Stabilität spendiert, was sich sehr postiv auf den gesamten Stand der Tasche auswirkt.
Die Außenteile sind mit H630 verstärkt. Ebenso das Gurtpolster.

Innenansicht

Alles in Allem gefällt mir diese Tasche total, weil sie genau meinem Farb-Beuteschema entspricht und ich würde sie am liebsten gar nicht mehr hergeben. Das kann ich natürlich nicht machen, aber ich hoffe, dass sich das Geburtstagskind nur halb so sehr darüber freut wie ich.

Nächste Woche kaufe ich dann nur noch ein bisschen Füllmaterial, z.B. Gummibärchen oder ähnliches. Dann kann der Geburtstag kommen.

Und noch zwei

Auch die anderen beiden Kissenbezüge sind nun fertig. Und ich bin mächtig verliebt und natürlich stolz, dass ich sowas - als relativer Näh-Anfänger - hinbekommen habe.

Kissen Nummer 3 und 4

Beim Bargello-Kissen habe ich sehr lange überlegt, wie ich es quilten soll. Ich wollte gerne etwas nicht allzu langweiliges und habe mich dann für ein großen Spiralenmuster entschieden. Den Anfang habe ich vorgezeichnet und dann mit dem Quiltlineal am Nähfuß gearbeitet. Abstand der Linien beträgt ca. 1 Inch.

Bargello-Kissen

Mittelpunkt der Spiralen waren jeweils die obersten und untersten dunklen Lila-Blöcke. Die Spirale unten links musste ich einmal trennen, denn sonst hätte sich der Stoff in der Mitte des Kissens zu sehr gewellt. Hier habe ich die Quilting-Regel "immer von innen nach außen" am eigenen Leib gespürt.

Spiralquilting

Das Hexie-Kissen ist meine persönliche Fleißarbeit. Zunächst mal mussten alle Hexies per Paper Piecing Technik von Hand erstellt werden. Dann musste ich das passende Muster finden. Die Dinger aufkleben und da ich kein Vertrauen in den Kleber habe, wenn das Ding mal gewaschen werden muss, habe ich anschließend alle Hexies von Hand noch auf dem Untergrund befestigt.

Hexie-Kissen

Das Quilting war dann schon fast ein Kinderspiel. Besonders bei den ausgelassenen Hexies entfaltet das Design seine volle Wirkung.

Hexie-Quilting, einfach aber effektvoll

Die Rückseiten sind wieder aus Reststoff, hier weiß gemustert und beere mit Pünktchen. Reißverschuss wieder verdeckt, weil die Farbe nicht gepasst hätte und es einfach kuschliger ist.

Rückseite der Kissen

Der Stoff für die Umrandung bzw. die Rückseiten der Decken ist auch angekommen. Jetzt warte ich nur noch auf das Batting.

Und damit mir nicht langweilig wird, habe ich schon die erste Ladung Weihnachtsstoffe hier und ein neues, großes Patchworkprojekt ist auch schon geplant. Ich werde mich an Craftsys Block of the Month 2015 von und mit Jinny Beyer wagen. Ich werde den Quilt wahrscheinlich nicht mehr in 2015 fertig stellen, aber es ist eine tolle Möglichkeit, weitere Techniken auszuprobieren und zu verfeinern.

Meine Bestellung in den USA wird mir mein Bruderherz mitbringen, der demnächst rüber fliegt. Ich bin schon ganz gespannt und hibbelig. Natürlich werde ich an dieser Stelle davon berichten.

Darüber hinaus versuche ich mich demnächst auch mal an einem Kleidungsstück für mich. Ich hoffe, das wird keine Katastrophe.

Montag, 24. August 2015

Kissen nach vorn

Ein bisschen Ruhe und Ostseeluft später kann ich nun die ersten beiden fertigen Kissen präsentieren.

2 neue Kissenhüllen im Einsatz auf dem Sofa

Auf der Rückseite haben die Kissen einen verdeckten Reißverschluss. Da ist es auch nicht so schlimm, dass ich nur noch grau und dunkelblau da hatte. Die sieht man nämlich nicht.


Rückseite des Dreieck-Kissens

Rückseite des Wellenkissens

Das Annähen des Bindings hat gut geklappt und ich finde, der Pink-Ton ist ein schöner Kontrast.

Das Wellenkissen habe ich neben den Nähten gequiltet. Das hat gut funktioniert und sieht wirklich schön aus.

Wellenkissen

 Das Garn habe ich farblich auf die entsprechenden Stoffe abgestimmt. Ich musste so zwar immer wieder umfädeln, aber es hat sich gelohnt.


Wellenkissen mit Füllung

Das Dreieck-im-Quadrat-Kissen habe ich in der Diagonale geteilt und den Bereich links unten diagonal gequiltet, den Bereich rechts oben senkrecht. Die Abstände stimmen nicht immer 100%ig, aber es fällt kaum auf und ist fürs erste Mal gar nicht schlecht geworden.

Dreick-im-Quadrat-Kissen

Gequiltet habe ich es mit unsichtbarem Garn. Damit hatte ich vorher noch nicht genäht, aber es hat ganz gut geklappt. Erinnerte mich vom Gefühl her ein bisschen an Angelsehne.

Hier sieht man das Quilting

Und die restlichen Kissen und Decken?

Das Bargello-Kissen wartet nur noch auf die Fertigstellung des Bindings. 

Das Hexagon-Kissen ist noch nicht ganz soweit. Hier habe ich im Urlaub alle Hexies per Hand angenäht. Was für eine Arbeit!
Jetzt muss es noch gequiltet werden, Rückseite und Binding dran.

Für die Decken habe ich gestern die Bestellung für den Rückseitenstoff aufgegeben. Und ich muss mir noch Gedanken übers Quilting machen sowie das Batting bestellen. Das wird wohl noch eine Weile dauern, weil das Batting aus England geliefert wird.

Aber es stehen schon ein paar weitere Projekte in der Warteschlange, allen voran ein Geschenk für die Freundin des Hosenmatzes zum Geburtstag.

P.S.: Und Weihnachtsstoffe habe ich auch schon bestellt. Mal sehen, was ich daraus zaubern werde.

Freitag, 31. Juli 2015

Decke, die Zweite

Es ist vollbracht. Das zweite Deckentop ist soweit fertig. Und ich bin verliebt. Es ist noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte.

Detailansicht der Sterne
 Die Farben harmonieren einfach perfekt mit einander. Es fehlen jetzt nur noch die Randstreifen. Zunächst soll ein dünner weißer Streifen außen herum laufen und dann noch mal ein breiterer, dunklerer Rand. Ob ich den einfarbig oder auch wieder gestückelt mache, weiß ich noch nicht.

Nur die Randstreifen fehlen noch
 Die Größe muss ich bei Gelegenheit noch nachmessen, damit ich weiß, wie groß ich die Randstreifen machen muss. Aber das hat noch etwas Zeit.

Under the Stars in Lila
Jetzt erfreue ich mich erst mal an dem schönen Muster und widme mich demnächst wieder meinen Kissentops, die ich dann endlich quilten möchte, um schöne Kissenhüllen zu erhalten.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Kleiner Zwischenstand: Decke, die zweite

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Die Arbeit am Top der zweiten Decke zieht sich leider etwas hin, was zum Einen an Job-Haushalt-Kinder-und-anderem-Zeugs liegt, zum Anderen aber auch an den vielen, vielen, vielen Einzelteilen.

Die Decke besteht (ohne Rand- und Einfassstreifen) aus 924 Einzelteilen, die sich wie folgt aufteilen:
  • 77 Quadrate 5 x 5 Inch (Lila)
  • 77 Quadrate 2.5 x 2.5 Inch (Weiß)
  • 154 Rechtecke 2.5 x 5 Inch (Lila)
  • 616 Quadrate 1.5 x 1.5 Inch (Weiß)
Das ist natürlich eine Menge Stoff, der erst mal zugeschnitten, genäht und gebügelt werden muss. So langsam sehe ich aber Licht am Ende des Tunnels.

Gestern abend konnte ich das erste Drittel der Decke fertig stellen und nun sieht man auch, wie das Muster werden soll. Vorlage war der Under the Stars Quilt von MSQC. Die Farben der Stoffe im Tutorial treffen zwar nicht meinen Geschmack, aber die Idee fand ich super und hoffte, dass es mit meinen Stoffen so richtig gut aussehen würde.

Und was soll ich sagen? Ich finde ihn großartig! Die Sterne kommen richtig super raus und die Farben sind einfach nur schön.
Bitte von den kleinen weißen Streifen unten im Bild nicht irritieren lassen. Das sind meine Reihenmarkierungen, damit ich nicht durcheinander komme.

Ein Drittel Under the Stars
Ich hoffe, dass ich den Rest des Tops diese Woche noch schaffe und dann das vorläufige Endergebnis präsentieren kann.