Samstag, 28. März 2015

Schlafanzug mit Feuerwehr

Ein Ergebnis meines Nähwochenendes war ein neuer Schlafanzug für den Kullerkeks. Da er ein Ohne-Decke-Schläfer ist, braucht er auch, wenn es draußen schon wärmer wird, lange Schlafsachen.

Vorderteil von Hose und Pulli sind aus Feuerwehrstoff von Hamburger Liebe. In den habe ich mich sofort verliebt. Und die Reaktion meiner Kinder bestätigt mich darin, denn auch der Kullerkeks fährt total auf die Feuerwehren ab.
Damit es aber nicht zu heftig gemustert ist, habe ich die Rückseiten und die Ärmel beim Pulli aus rot-türkisem Streifenjersey gefertigt. Ebenfalls von Hamburger Liebe.
Bündchen an Hals und Hose sind stinknormale rote Bündchenware.

Beim Schnittmuster habe ich gemixt. Die Hose ist nach der Jumpsuit-Hose von Schnabelina. Der Pulli ist von Passt! Allerdings musste ich da den Ärmel um 12cm verlängern, obwohl ich die Langarmvariante ausgedruck hatte, war der nämlich viel zu kurz. Zum Glück hab ich schon ein paar Langarmshirts genäht, sodass mir das schon vor dem Zuschnitt aufgefallen ist.

Schlafanzug in der Übersicht
Anprobe am lebenden Objekt. Er war mächtig stolz auf seine neue Kombi und hat sie sogar freiwillig angezogen. Und das will schon was heißen. Denn unser kleiner Kullerkeks hält sonst von neuen Sachen nicht so wirklich viel. Schuhe kaufen z.B. ist ein Drama mit ihm und geht nur mit Gummibärchenbestechung. Von daher bilde ich mir schon was drauf ein, wenn er freiwillig anprobieren möchte.

Von vorn mit Feuerwehr

Von hinten im Steifenlook
Genäht habe das ganze auf der Overlock einer Freundin. Und da zeigte sich beim Einnähen des ersten Ärmels auch gleich die Tücke der Overlock. Wenn man mal nicht genau aufpasst, hat man Ruckizucki ein Loch im Stoff. Deswegen gibt es auf der Rückseite auch diesen lustigen Flicken auf der Ärmelnaht. Verdeckt mein Malheur mit der Ovi.

Flicken am Arm


Wirklich bequem - süße Träume garantiert

Montag, 23. März 2015

Noch ein Osterwichtel - Der Brotkorb

Hier nun noch das letzte der diesjährigen Osterwichtelgeschenke. Ein Patchwork-Brotkorb.

Die Idee für diesen Brotkorb hab ich von my little mochi. Ich finde die Form einfach toll, denn es ist mal was anderes. Und durch die Snaps kann man ihn einfach "flachlegen", ideal zum waschen und bügeln, sodass er hoffentlich lange schön aussieht.

Aber einfach nur Vorder- und Rückseite aus einem Stoff war mir zu langweilig. Ich fand hier die ideale Gelegenheit für erste Gehversuche im Patchwork. Und da die Beschenkte als Hinweis gegeben hat, dass in ihre Küche blau und gelb gut passen, war es die ideale Möglichkeit, meine vorhandenen Stoffe zu nutzen.

Innenteil des Brotkorbes

Im Innenteil habe ich ein größeres gelbes Quadrat in die Mitte gesetzt und mit kleinen Quadraten in gelb, hellblau-gemustert, dunkelblau und grau kombiniert. Die Seiten sind aus dickem gewebten Baumwollstoff, den ich mal günstig geschossen habe. Da man die Innenseiten später fast gar nicht sieht, fand ich diese Lösung ganz gut.

Außenseite des Brotkorbs

Analog dazu die Außenseite. Hier die Sichtseiten gepatchworkt und den Boden aus dem Baumwollstoff. Hier habe ich hauptsächlich den gelben und hellblauen Stoff verwendet, weil er mir am besten gefiel. Dazu noch ein bisschen dunkelblau.
Den Rand habe ich mit dem grauen Stoff eingefasst, was eine ziemliche Fummelei war, da man ja nur eine Seite mit der Nähmaschine näht und die andere mit der Hand. Sieht aber ganz gut aus, wie ich finde.

Zwischen die beiden Stoffseiten habe ich noch Vlieseline H630 gebügelt, um dem Korb noch ein bisschen mehr Stand und Volumen zu verschaffen. Gequiltet habe ich dann auch noch, wie man auf den oberen beiden Bildern ganz gut erkennen kann.

Die Snaps sind passend zu den Außenfarben gewählt, damit sie nicht allzu sehr auffallen. Deswegen auch die Kombination blau und gelb.

Brotkorb zusammengeklickt

Und so sieht das fertige Stück dann aus. Eine durchaus gelungene Kombination, wie ich finde.

Brotkorb mit Inhalt -
Marmelade und Brötchen-Backmischung

Jetzt muss ich nur noch warten, bis endlich Ostern ist, und hoffe, dass der Korb bei meinem Wichtelkind gut ankommt.

Nähwochenende

Am vergangenen Wochenende war ich auf meinem ersten, aber ganz sicher nicht letztem Nähwochenende. Über mein - mittlerweile privates - Lieblingsforum haben sich ein paar nette Damen an die Planung gemacht und ich habe vor ein paar Wochen spontan beschlossen, auch hinzufahren. Da das ganze aber am - für mich gefühlt - anderen Ende der Republik stattfinden sollte, plante ich eigentlich ein Ich-arbeite-die-Doku-Liste-ab-Wochenede. Vor allem, da ich ja meine Nähmaschine nicht mitgenommen habe.

Nun ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn eine liebe Mitnäherin war so freundlich, ihre Maschinen mit mir zu teilen, sodass ich doch zwei Minimops für die Jungs, einen Regenbogenbody und eine Schlafanzughose genäht habe. Ein Schlafanzugoberteil habe ich angefangen, bin aber nicht fertig geworden. Und ich habe eine Hose für meinen Mann zugeschnitten, was ein ziemlicher Kraftakt war, wenn man bedenkt, dass ich bisher nur Kinderkleidung genäht habe. Und dann plötzlich für einen 2m-Mann etwas zuschneiden, was schon abenteuerlich.

Beim Nähen kam ich das erste Mal in den Genuss einer Overlock-Maschine. Und ich war schlichtweg begeistert, wie schnell man damit nähen kann. In weiser Voraussicht hatte ich schon vor dem Wochenende eine Bestellung bei W6 platziert, sodass mich am Sonntag abend, als ich nach Hause kam, mein neues Maschinchen erwartete. Aber dazu später mehr.

Das Wochenende war toll. Weil mir der Zug zu teuer war, fuhr ich das erste Mal mit dem Fernbus. Es ist okay, wenn auch gewöhnungsbedüftig, was den Platz angeht. Da ist der ICE in der zweiten Klasse schon angenehmer. Es war auch glücklicherweise kein Stau und wir kamen sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg sehr gut durch.

Zum Nähen hatten wir uns in ein Naturfreundehaus eingemietet. Das war sehr idyllisch gelegen, mitten im Wald. Die Übernachtungszimmer hatten ein bisschen Jugendherbergscharme, aber es war okay. Viel geschlafen haben wir ja eh nicht. Stattdessen haben wir genäht, gefachsimpelt, gegessen, getrunken, gequatscht - sprich: Wir hatten jede Menge Spaß.

Es war einfach ein tolles, produktives Wochenende mit ganz lieben Mädels. Beim nächsten Mal sollte ich mir allerdings den Montag danach frei nehmen, um den verpassten Schlaf ein bisschen aufzuholen.

Sonntag, 1. März 2015

Schnell von der Maschine gehüpft: TipToi-Taschen

Meine Jungs haben vor ein paar Tagen eines ihrer Weihtnachtsgeschenke entdeckt: TipToi.

Bisher war das eher links liegen geblieben, weil die Feuerwehr und Obst- und Gemüse-Set viel interessanter war. Aber jetzt spielen sie sehr oft damit und haben Spaß daran.
Und weil wir noch nicht so richtig wissen, wo wir die Bücher und Stifte aufbewahren sollen, habe ich "mal eben schnell" zwei Taschen gezaubert.

Eigentlich sollten da zwei Bücher reinpassen, aber ich habe wohl etwas knapp zugeschnitten bzw. den Nahtauftrag der doch recht dicken Baumwollstoffes unterschätzt. Aber ein Buch passt gut rein.

Grundstoff ist ein sehr stabiler, naturfarbener Bauwollstoff. So habe ich mir die Plackerei mit Vlieseline erspart, weil der Stoff selbst recht viel Stand hat. Da dieser Stoff alleine jedoch eher langweilig und nicht so richtig kindertauglich ist, habe ich oben einen Streifen eines tollen Dschungel-Stoffs kombiniert.

Diesen Stoff musste ich nicht mal bezahlen, denn er kam als blinder Passagier bei einer Bestellung von stickandstlye mit. Es handelte sich um eine Verwechslung, aber ein Rückversand hätte sich nicht gelohnt, also durfte ich den halben Meter behalten. Und wie man sieht, habe ich nun auch eine schöne Verwendungsmöglichkeit gefunden. Ich finde den Stoff wirklich toll und meine Jungs natürlich auch.

TipToi-Taschen

Auch die kleine Außentasche für den Stift ist aus dem Dschungelstoff. Das war eine ganz schöne Fummelei und ich hatte schon Angst, dass ich zu knapp gemessen hatte. Aber am Ende war alles gut.
Unten habe ich den Stoff in eine Kellerfalte gelegt, was richtig gut zu dem Stift passt.
Oben gibt es eine kleine Klappe, an die bei Gelegenheit - sprich, wenn mein Werkzeug-Set für Color Snaps für meine Vario-Zange endlich kommt - noch ein Snap zum Verschließen dran kommt. Das ist auch nötig, denn der Kullerkeks hat heute schon bewiesen, dass man die Tasche nur gründlich genug durch die Luft schwenken muss, dass der Stift ein tolles Flugmanöver hinlegt. Da das auf Dauer natürlich nicht so toll ist, kommt da also demnächst noch ein Snap dran.

Stift und Buch - gut verstaut.

Da ich mich bei der Unterscheidung der Taschen nicht zwingend nur auf die Anordnung der Tierstreifen verlassen wollte, gab es noch farbige Gurtbänder als Griffe. Das war auch viel einfacher als aus dem dicken Stoff selber welche zu nähen. Die Enden hab ich kurz über einem Streichholz verschmolzen, sodass sie sich nicht auftrennen können und dann einfach drangenäht.

Die beiden stolzen Besitzer
mit ihren Taschen.
Die Jungs sind glücklich und ich musste ihnen erst mal erklären, dass sie die Taschen nun nicht permanent durch die Gegend schleppen müssen.
Und für mich gab es ein paar Küsschen und Umarmungen und natürlich strahlende Gesichter als Belohnung.

Ein Kuschelpferd zum Liebhaben

Ein weiteres Wichtelgeschenk ist vorgestern fertig geworden. Die junge Dame, die ungefähr so alt ist, wie der Hosenmatz darf sich über ein Kuschelpferd in Orange freuen.

Das Schnittmuster stammt von der Nadelfee.
Verwendet habe ich einen Kissenbezug, der aus einem Rest Vorhangstoff fürs Zimmer der Jungs entstanden ist. Da ich sowieso neue Patchwork-Kissenbezüge nähen will, war dieser sozusagen übrig und hat von der Farbe her perfekt gepasst. Die Hufe sind aus einer alten Bettwäsche, Mähne und Schweif sowie die komplette Rückseite aus einem orange-farbenen Fleece und die Augen und die Nase aus noch vorhandenem Nicky-Stoff.
Für den Satten habe ich grün-weiß-karierten Seersucker-Stoff genommen, der farblich einen schönen, frischen Kontrast bildet.

Kuschelpferd, auch als Nackenhörnchen verwendbar

Hinten komplett aus kuscheligem Fleece

Das Gesicht entstand aus den Überbleibseln
der Kleiner-Donner-Produktion

Der Sattel ist gleichzeitig eine kleine Tasche,
für besondere Schätze.

Detailbild der applizierten Mähne.