Mittwoch, 25. Februar 2015

Patchwork-Kuschelhund

In meinem Stamm-Forum mache ich dieses Jahr zum ersten Mal bei Selbermach-Osterwichteln mit. Daher war ich seit einiger Zeit auf der Suche nach dem passenden Geschenk für ein 3-jähriges Mädchen. Und ich glaube, ich bin fündig geworden.

In der Zeitschrift "Simply Kreativ Patchwork 02/2015" habe ich eine Anleitung für einen Kuschelhund gefunden. Und irgendwie fand ich den total niedlich. Da ich mir für mein Sofakissen-Patchwork-Projekt (momentan in Planung) bereits tollen Stoff gekauft hatte, hab ich den an dem kleinen Dackel gleich mal ausprobiert.
Es war zwar an manchen Stellen etwas schwierig zu nähen, aber das Ergebnis kann sich, wie ich finde, sehen lassen.

Kuschelhund in lila, beere und rosa

Sieht doch aus wie ein richtiger Dackel, oder?

Lustig getreift.
Jetzt hoffe ich, dass der Kleine bei seiner neuen Besitzerin gut ankommt.

Dies war übrigens mein zweites Patchworkprojekt. Das erste habe ich noch nicht gezeigt, weil da noch die Druckknöpfe fehlen. Die kommen hoffentlich in ein paar Tagen und dann zeige ich das auch noch vor.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Jetzt auch mit Hufen

So als kleines I-Tüpfelchen hab ich noch ein paar Hufe gebastelt. Dazu habe ich die Hand- und Fußgelenke vermessen, also den Umfang.
Daraus dann Kreisbögen berechnet, für die Füße ein 2/3-Kreis, für die Hände ein Halbkreis. Ein bisschen Überlappung zugegeben für die Druckknöpfe. Das ganze auf Filz angezeichnet, mit einem Geradstich abgesteppt, knappkantig ausgeschnitten, Druckknöpfe angebracht und voila:

Kleiner Donner stilecht mit Hufen

Sonntag, 15. Februar 2015

Es ist vollbracht!

Gerade eben fertig geworden und gleich mal anprobiert. Die Hufe fehlen noch, aber das ist die Kür.

Kleiner Donner hoch 2

Und von hinten

Ein echtes Pferd!


Eine kleine Entstehungsgeschichte folgt später. Ich geh jetzt erst mal einen Sekt trinken auf den Erfolg.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Eine gepimpte Kindergartentasche

Der Hosenmatz nervte mich ja schon bei meiner Schnabelina-Bag immer wieder, dass er auch eine Tasche wolle. Also habe ich mich noch mal auf die Suche gemacht. Eine Schnabelina war mir für ihn einfach zu aufwändig. Es sollte etwas einfacheres sein. Fündig wurde ich bei mialoma. Dort fand ich die Kindergartentasche Paul(ine), die mir auf den ersten Blick schon mal sehr gut gefiel.

Also das eBook heruntergeladen, Anleitung gelesen, Schnitt ausgedruckt. Und dann habe ich überlegt, wie ich die Tasche noch pimpen könnte. Zuerst wollte ich den Namen darauf applizieren. Dann dachte ich, dass er die Tasche ja vielleicht mal mit seinem kleinen Bruder tauschen möchte und habe darauf verzichtet. Da ich aber gerne eine Applikation aufbringen wollte, habe ich mich einfach dafür entschieden, den Musterstoff noch einmal aufzugreifen. Da hatte ich nämlich einen tollen Indianerstoff gefunden. Kombiniert mit einem uni-grünen Baumwollstoff, roter Paspel und roten Reißverschlüssen wurde daraus ein ganz individuelles Einzelstück, das der Hosenmatz voller Stolz überall herumträgt und jedem auf die Nase bindet, dass Mama die Tasche für ihn genäht hat.

Was habe ich gegenüber dem Original geändert:
  • Eine kleine Reißverschlusstasche in der Klappe - ideal für den Kindergartenausweis
  • Eine größere Reißverschlusstasche an der hinteren Außenseite - für kleine oder größere Schätze, die nicht verloren gehen dürfen
  • Einen verstellbaren Trageriemen - damit die Tasche auch nächstes Jahr noch passt
  • Einen zusätzlichen Henkel - zum Aufhängen an der Garderobe
Indianer-Kindergartentasche
Vorderteil mit Applikation, kleiner RV-Tasche und Paspel

Am Modell

Am Stuhl mit dem stolzen Besitzer

Rückseite mit großer Reißverschlusstasche
und Zusatzgriff

Innenteil mit buntem Futterstoff und Innentasche

Geschlossen wird die Tasche mit Klettstreifen
Damit habe ich natürlich voll den Geschmack vom Hosenmatz getroffen. Die Tasche wird nicht nur täglich in den Kindergarten geschleppt, nein, auch zu Hause wird sie zum Spielen hergenommen.

Imprägniert habe ich sie mit einem Spray aus dem Drogeriemarkt. Somit ist sie zumindest ein bisschen geschützt, wenn sie mal in den Dreck fällt.

Blümchen für Jungs

In meinem Eingangspost hatte ich mich ja darüber ausgelassen, dass es für Jungs nur stereotype Klamotten zu kaufen gibt.

Nachdem ich mit dem Pferdestoff ja schon in die orangene Richtung gegangen bin, war ich dann noch mutiger: mit Orange und Blumen.

Es entstand zunächst ein MixMeBoy von nEmadA. Aus einem tollen orange-farbenen Blumenjersey, kombiniert mit einem uni-orange-farbenen Jersey. Ideal für den kleinen Kullerkeks. Die strahlende Farbe steht ihm super. Leider ist das erste Bild etwas dunkel, aber auf dem zweiten kommt die Farbe gut raus.

MixMeBoy
Der Hosenmatz hat sich mit ins Bild geschmuggelt und wollte seinen lackierten Fingernagel vorzeigen.

Auch Jungs sehen in Orange super aus
Und weil der Hosenmatz natürlich auch noch einen Blumenpullover haben wollte, gab es für ihn ein Raglanshirt nach einem Schnitt von Mamahoch2.
Hier habe ich das erste Mal statt mit klassischer Bündchenware Bündchen aus dem Pulloverstoff für Arm- und Bauchbündchen gearbeitet. Das klappte schon gar nicht so schlecht, wobei ich allerdings finde, dass die Ärmelbündchen ein bisschen eng geworden sind. Dafür ist der Halsausschnitt ein bisschen weit geworden. Aber der Hosenmatz liebt den Pullover und ist ganz traurig, wenn er mal in der Wäsche ist.

Blumen-Raglan
Und, findet ihr nun immer noch, dass Orange und Blumen nichts für Jungs sind?

Meine erste Tasche

Neben den ganzen Klamotten für die Kinder habe ich beim Stöbern im Netz auch ganz viele tolle Taschen gesehen. Und schnell war klar: Sowas will ich auch haben!
Und auch hier blieb ich wieder bei Schnabelina hängen. Ihre Schnabelina-Bag sieht einfach toll aus. Also habe ich Stoff bestellt, meinen Urlaub verlängert und mich drei Tage in meine Nähecke zurückgezogen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Ich habe mich für eine Kombination aus Blau, Grau und Rot entschieden. Den Musterstoff habe ich als Hingucker eingesetzt. Und dank der Schildkröten-Taste auf meiner neuen Maschine hat das Nähen auch erstaunlich gut geklappt, auch die ersten Versuche mit Paspel, Schrägband und Reißverschlüssen haben auf Anhieb funktioniert. Nur beim Zusammennähen von Futter und Außentasche war es ein bisschen fummelig und hat ein paar Falten geschlagen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden damit.

Schnabelina-Bag in Mini: Vorderseite

Rückseite

Von oben

Innenfutter mit roten Sternchen und
geteilter Innentasche - Ideal für Handy und Autopapiere


Auf der anderen Seite mit Reißverschlusstasche

Mit Zip-It-Streifen,
 falls mal etwas mehr mitzunehmen ist
Auf dem Plan steht für irgendwann auch noch eine Schnabelina-Bag in Medium. Stoff habe ich auch schon ausgesucht. Aber momentan sind andere Projekte wichtiger. Ich hoffe, dass ich es eventuell bis zu unserem Ostseeurlaub im August schaffe. Die Medium würde sich nämlich prima als Strandtasche machen.

Und was sagte der Hosenmatz zu Mamas neuer Tasche: "Ist die für mich?" - "Nein." - "Machst du mir auch eine?"

Mittwoch, 4. Februar 2015

Pferdestoff

Nachdem ich an den Halssocken geübt hatte, traute ich mich an den Stoff für die Leggings. Da meine Kinder die allergrößten Yakari-Fans sind, habe ich tollen Pferdestoff gefunden in Braun, Gelb und Orange und daraus schöne Sachen gezaubert.

Als erstes also die Leggings nach einem Schnitt von leni pepunkt. Genäht auf meinem alten Schätzchen, der Veritas 8014/39. Also nur mit einem einfachen Zick-Zack-Stich. So richtig zufrieden war ich damit nicht. Die Naht schien mir den täglichen Belastungen nicht gewachsen zu sein.

Yakari-Fan-Leggings

So entstand die Idee, mir noch ein neues Maschinchen zuzulegen, was ein bisschen besser ausgestattet ist. Nach einiger Recherche landete ich bei W6. Und ich hatte Glück, denn nach Weihnachten gab es ein paar Rückläufer, sodass ich ein Schnäppchen schießen konnte und seitdem eine W6 N5000 mein Eigen nenne. Und ich muss sagen, ich liebe sie. Vor allem die Overlockstiche. Ich finde, die halten wesentlich besser als der einfache Zickzack.

So habe ich dann den Pferdestoff noch zu weiteren Werken verarbeitet. Zunächst mal ein Trotzkopf, wieder von der lieben Schnabelina. Kombiniert mit einem gelben Jersey und braunem Bündchen.

Trotzkopf

Am Modell von vorn

Und am Modell von hinten

Und für den kleinen Kullerkeks gab es eine Mitwachshose von Buntspechte. Die liebt er heiß und innig.
Mitwachshose am lebenden Modell

Das ist toll!

Geschenk: Leseknochen/Nackenkissen

Anfang des Jahres hatte eine liebe Freundin Geburtstag und da ich gerade voll im Nähfieber war, musste natürlich ein selbstgemachtes Geschenk her.
Also ging ich mal wieder nach Stoffen stöbern, als Schnitt hatte ich mir einen Leseknochen herausgesucht und am Ende heraus kam dann das: ein Leseknochen in Gelb, Grün und Braun.





Die Füllung besteht aus dem Inhalt der ganz billigen Ikea-Kissen.
Kleine Anmerkung für mich: Die Wendeöffnung beim nächsten Mal an eine der Ecken machen. Das näht sich am Ende leichter, als wenn man sie genau in der Mitte des Knochens macht.

Erstlingswerk: Halssocke und Mütze

Bei der lieben Schnabelina gibt es ganz wunderbare Anleitungen für alles mögliche. Ihr werdet merken, dass ich da so einiges schon genäht habe. So habe ich dort auch die Anleitung für eine Halssocke gefunden. Ein perfektes Einsteigerprojekt.

Die Halssocke: von vorn (geschlossen)

Die Halssocke: von hinten (geschlossen)

Die Halssocke: geöffnet

Die Halssocke: am Modell

Mein Hosenmatz war total begeistert. O-Ton: "Oh, das ist so schön weich!"
Er ist an diesem Abend auch samt Halssocke ins Bett gegangen. Sowas ist natürlich Motivation pur für jedes Mutterherz.

Nachdem das mit der Halssocke so gut geklappt hatte, machte ich mich am nächsten Tag gleich noch an eine dazu passende Mütze. Ebenfalls nach Schnabelina.
Dabei musste ich jedoch gleich mal lernen, dass man bitte immer schön ordentlich zuschneiden sollte, denn sonst wird es schief. Das verbuche ich unter Anfängerfehler. Und wenn man den unteren Fleecerand außen trägt, fällt es fast gar nicht auf.

Wendemütze: Hin ...

Wendemütze: ... Her

Wendemütze: von vorn (man sieht,
dass es links leicht schief ist)

Danach ist dann dieselbe Kombi noch einmal entstanden für den Kullerkeks. Da war dann auch die Mütze richtig gerade. Und beides wird gerne getragen. Von mir aus kann der Winter noch eine Weile bleiben. Obwohl ich denke, dass die Halssocken auch nächste Saison noch passen werden. Bei den Mützen bin ich mir nicht so sicher. Ich könnte mir vorstellen, dass die Dickschädel meiner Jungs dafür zu mächtig sind.

Dienstag, 3. Februar 2015

Anfänge

Wie bin ich überhaupt zum Nähen gekommen?
Das mag vielleicht daran liegen, dass ich zwei Jungs habe, 5 und 2 Jahre alt. Und ich finde die Klamottenauswahl in den Läden für Jungs einfach nur langweilig. Blau, Grün, Grau, Schwarz. Wenn man Glück hat, mal was mit Rot. Aber Orange (die Lieblingsfarbe meiner beiden) gibt es selten. Auch schöne Motive sind eher rar gesäht, Dinos, Autos, Fußball. Warum nicht auch mal Blumen für Jungs? Ich würde es kaufen.

Dazu kommt, dass meine beiden, was ihre Figur betrifft, zwei Extreme sind, wie man sie sich schöner nicht denken könnte. Der Große - mein Hosenmatz - ist ein Spargeltarzan wie er im Buche steht. Auf 111 cm kommen irgendwas um die 18 kg. Da schlabbert alles und die Hosen rutschen.
Der Kleine - mein Kullerkeks - ist das genaue Gegenteil. Schon bei der Geburt ein ordentlicher Brocken, hat er das seitdem auch nicht geändert. Bei ihm verteilen sich 17,irgendwas kg auf 97 cm.
Hosen von der Stange (besonders die bei der Familie gern geschenkten Discounter-Hosen) brauche ich bei ihm gar nicht versuchen. Das sieht aus wie Presswurst. Und bewegen kann sich der arme Kerl dann auch nicht mehr.

Also kam mir irgendwann im letzten Jahr, kurz nach Weihnachten war es, die Idee, doch selber mal die Nähmaschine auszupacken.
Inspiriert von einem Selbermach-Thread in meinem Lieblingsforum war ich dann auch sehr motiviert und holte Omas altes Schätzchen - eine Veritas 8014/39 - aus dem Schrank, las mich durch diverse Blogs und Anleitungen, stöberte online nach Stoffen, besuchte einen Nähladen in der Stadt, wo ich erschreckenderweise viel Geld ließ und begab mich an meine ersten Projekte.
Eigentlich wollte ich eine Leggings für den Hosenmatz nähen. Da mir aber der Stoff (knapp 20 Euro pro Meter) dann doch zu wertvoll für so ein Experiment war, begann ich mit einer Halssocke von Schnabelina. Dazu hatte ich im Stoffladen einen ganz tollen Drachenjersey und dazu passenden Fleece gekauft.
Wie es geworden ist, erzähle ich im nächsten Post.

Hallöchen!

Da ist er nun! Noch ein Blog?
Naja, wir schauen einfach mal, wohin er uns führt.
Die Hauptfrage ist natürlich, warum es hier gehen soll. Vor ein paar Wochen habe ich ein neues Hobby für mich entdeckt: Nähen!
Und scheinbar scheine ich nicht so völlig talentfrei zu sein, denn die Rückmeldungen zu meinen Werken waren bisher sehr positiv. Deswegen und weil ich einiges auch ein bisschen abgeändert habe, möchte ich nun darüber bloggen. Vielleicht findet der ein oder andere hier ja ein bisschen Inspiration. Über Kommentare freue ich mich natürlich auch.
Also, los gehts's!